Newsletter der chinesischen Botschaft (11/2020)

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Seit Jahren wird Europa durch extremistischen Terror erschüttert. Deutschland. Großbritannien. Und die letzten Wochen verstärkt Frankreich und Österreich. Was vielleicht weniger bekannt ist: Die gleiche Art von Terror gab es in China. Besonders in Xinjiang. Auch bei uns sind Autos in Menschenmengen gefahren, Bomben auf Märkten explodiert und Passanten mit Messern angegriffen worden. Seit den 1990er Jahren gab es Tausende von Terroranschlägen. Und es hat jeden getroffen, Han, Kasachen und Uiguren. Erstmals haben wir dazu Überwachungsvideos veröffentlicht.


Vor diesem Hintergrund haben wir uns zu einer Sonderausgabe über Xinjiang entschlossen. Wir möchten zeigen, dass unsere beiden Länder den gleichen Gegner haben: Terrorismus.
Unsere Terrorbekämpfung setzt auf einen Dreiklang: Konsequenter Einsatz der Sicherheitskräfte, Deradikalisierung und Ausbildung. Dabei kommt erschwerend hinzu, dass allein Xinjiang fast fünf Mal so groß ist wie Deutschland und Grenzen zu acht Ländern hat. Dennoch waren wir erfolgreich. Seit 2014 wurden 1.588 terroristische Gruppen ausgeschaltet und 12.995 Terroristen inhaftiert. Aber wir haben dafür einen hohen Preis bezahlt: 127 Einsatzkräfte haben ihr Leben verloren.
Das Thema Deradikalisierung und Ausbildung in Xinjiang führt hierzulande oft zu Berichten über „Internierungslager“. Also reden wir darüber. Und um es an dieser Stelle ganz klar zu sagen: Nein, es gab und gibt keine „Internierungslager“ in Xinjiang. Was wir hatten, waren gesetzesmäßig eingerichtete Berufsbildungszentren. Das waren vom Ablauf her Internate und vom Konzept her Deradikalisierungs- und Integrationsmaßnahmen. Die Teilnehmer wurden vor dem Abdriften in den Extremismus bewahrt. Zum Unterricht gehörten die Landessprache, Rechtskenntnisse und eine Berufsausbildung mit anschließender Anstellung.
Inzwischen haben alle Teilnehmer an diesen Kursen Abschlüsse gemacht. Auch das zeigen wir im Video.
Durch Umsetzung der genannten Maßnahmen hat Xinjiang seit fast vier Jahren keinen Terroranschlag mehr erlebt. Das Leben hat sich wieder normalisiert. 2019 haben 213 Millionen Touristen Xinjiang besucht, darunter 1,78 Millionen Ausländer.
Mit Ethnien oder religiöser Zugehörigkeit, wie auch oft behauptet wurde, hatten diese Maßnahmen nichts zu tun. China hat 56 Volksgruppen, die alle gleiche Rechte genießen. Wir haben gewachsene muslimische Gemeinden, die friedlich über das ganze Land verteilt leben. Und in Xinjiang sind Menschen aller ethnischen Gruppen im wahrsten Sinne des Wortes wie „die Kerne in einem Granatapfel“ vereint.
In dem Zusammenhang taucht noch ein Aspekt auf, der sowohl die Art unserer Terrorbekämpfung erklärt als auch von den Medien oftmals übersehen wird. Unter der Fahne des Dschihads versuchen mehrere Separatistenbewegungen - auch mit Unterstützung aus dem Ausland - Xinjiang von China abzuspalten.
Offenbar hat die Berichterstattung in den westlichen Medien über Xinjiang mit der Wirklichkeit wenig zu tun. Da gibt es Lücken, Widersprüche und Gerüchte. Mit dieser Sonderausgabe wollen wir aufzeigen, wie solche Meldungen entstehen, wer sie bewusst verbreitet und warum. Dazu lassen wir verschiedene unabhängige Autoren zu Wort kommen. Die Dokumentationen dazu haben wir in den folgenden Kapiteln für Sie zusammengetragen. Wir möchten den Leser in die Lage versetzen, die komplexe Situation im Nordwesten Chinas zu überblicken, um sich selbst ein Urteil bilden zu können. Ich wünsche Ihnen dabei eine interessante Lektüre.
Mit den besten Grüßen,
Wu Ken

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